Lagebesprechung auf Kho Pra Thong





Notunterkunft für die Bewohner von Kho Pra Thong





Zeichnung eines Schulkindes

Wer Tsunami Childcare trägt

Tsunami Childcare wurde von Gero Hilger ins Leben gerufen.
Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Piyanut Thongrong (Nok) hatte der gebürtige Bremer seit vielen Jahren ein kleines Reisebüro in Khao Lak betrieben, das Thailand abseits der üblichen Touristenpfade und orientiert an den Werten eines sanften Tourismus zeigen wollte.
Nok ist durch den Tsunami ums Leben gekommen.
Für Gero Hilger stellte sich die Frage nach dem Sinn seines Überlebens.

Seine anfängliche, spontane Hilfe für Betroffene in seiner direkten Umgebung ließ ihn schnell erkennen, welche Mittel und Wege neben der Arbeit der großen Hilfsorganisationen erforderlich sind, um die akute Not Einzelner zu lindern.
Er konnte erkennen, auf welche Weise gerade jemand wie er zu helfen vermag. Durch seine langjährige Arbeit als Reiseleiter kennt er sich nicht nur sehr gut in der Region aus, sondern verfügt auch über gute Kontakte zu Lehrern, Bürgermeistern und anderen Entscheidungsträgern der Region.

Aus dieser Situation heraus wurde Tsunami Childcare gegründet und ist somit auch dem Andenken von Nok gewidmet.



Das Team

Hinter Tsunami Childcare steht ein Netzwerk von ehrenamtlich arbeitenden Privatpersonen.
Vor Ort in Thailand stehen Gero Hilger bei Bedarf die Lehrerin Natnicha Sapanthuwong (Khung), die Übersetzerin Athita Hamra (Ni) sowie Manop Mitwong (Nop) als Fahrer und "rechte Hand" gegen ein kleines Entgeld zur Seite

Vor allem die als Lehrerin an einer Schule der Region tätige Natnicha Sapanthuwong (Khung) kennt sehr viele der vom Unglück betroffenen Familien und vermag recht gut einzuschätzen, wie die Lebenssituation der Familie vor der Katastrophe war und welche Art der Hilfe benötigt wird.

Gleich von Anfang an wurde das Projekt zudem von Patricia Kerr begleitet. Patricia Kerr ist seit über zwanzig Jahren Direktorin eines Waisenhauses in Bangladesh, somit sehr erfahren in der Arbeit mit Waisen, und berät das Projekt vor allem logistisch.



Das Vorgehen

Vor allem spüren die vier Teammitglieder den Fällen nach, die Hilfe am nötigsten haben. Sie suchen Betroffene auf und können so durch direkte Gespräche Art und Umfang der benötigten Hilfeleistungen erfassen.
Diese Art der Arbeit ist sehr zeitintensiv und kann von den großen Organisationen aus verständlichen Gründen nicht geleistet werden.




  Seitenanfang